Beim 9. MenscHHamburg Kamelrennderby auf dem Hamburger Sommerdom wurde wieder gerollt, angefeuert und mitgefiebert. In vier Wettbewerben traten Vertreterinnen und Vertreter aus Medien, Hamburger Unternehmen, gemeinnützigen Organisationen sowie bekannte Hamburger Persönlichkeiten gegeneinander an.
Man kennt es meist aus der eigenen Jugendzeit: Kamelrennen auf dem Dom, an einer klassischen Bude. Herrlich! Jede Spielerin oder jeder Spieler hat eine eigene Bahn mit einem kleinen Kamel. Man rollt nacheinander eine Kugel in ein Lochbrett – je nach Loch/Farbfeld gibt es Punkte oder „Schritte“, die das Kamel dann um 1–3 Felder (manchmal Bonus-Sprints) von rechts nach links über den Renn-Parcours sprinten lässt (oder auch nicht, wenn man nicht trifft). Wer schnell und präzise rollt, bewegt sein Kamel am weitesten und kann gewinnen.
Wer das Rennen macht war besonders spannend im Gute-Leude-Pokal. Im kleinen Finale musste das Rennen zwischen Ole Specht, Michael Ehnert und Lars Meier wiederholt werden, nachdem nicht eindeutig geklärt werden konnte, ob technische Probleme an der Bahn oder doch eher spielerische Hürden den Start von Spechts Kamel verzögert hatten. Sein Einspruch zahlte sich aus: In der Wiederholung setzte sich der Tonbandgerät-Sänger klar durch und gewann anschließend auch das entscheidende Finale. Michael Ehnert belegte Rang drei, Lars Meier Rang zwei.

Den WELT-Pokal gewann Rupert Fabig vom Hamburger Abendblatt vor Jörn Lauterbach, Redaktionsleiter von WELT Hamburg und Christina Herdin von SZENE HAMBURG. Im Haspa-Pokal der Unternehmen setzte sich die das Team der Kanzlei BKP & Partner Rechtsanwälte vor dem Sonnendeck St. Pauli und der Haspa durch. Auch beim MenscHHamburg-Pokal der gemeinnützigen Initiativen blieb es bis zuletzt spannend. Aufgrund eines Dreier-Gleichstands in der Vorrunde ging das Finale dieses Mal sogar mit fünf Teams an den Start. Am Ende gewann Der Hafen hilft! vor Dialog im Dunkeln und Salzwasser e.V.




Insgesamt hat das diesjährige Kamelrennderby rund 20.000 Euro für gemeinnützige Zwecke. Davon wurden bereits am Veranstaltungstag 6.666 Euro unmittelbar als Preisgelder ausgespielt: Jeweils 2.222 Euro gehen an die AWO Hamburg, Dialog im Dunkeln und Der Hafen hilft! „Man kann natürlich immer darüber reden, was alles nicht funktioniert. Wir finden es schöner, einfach gemeinsam etwas zu machen und dabei etwas zu bewegen“, sagt MenscHHamburg-Vorstand Lars Meier. „Dieses Kamelrennderby war wieder genau das: Menschen zusammenbringen, gemeinsam Spaß haben und am Ende ganz konkret helfen.“
Möglich gemacht wurde das Kamelrennderby unter anderem auch durch die Unterstützung der Haspa, die mit einer großzügigen Spende das diesjährige Derby und den HaspaPokal unterstützte. Ein besonderer Dank gilt außerdem Daniel und seinem Team vom Camel Track, die ihren Kamelrennstand auf dem Hamburger DOM erneut für das Charity-Rennen zur Verfügung stellten.
Über MenscHHamburg: Seit seiner Gründung setzt MenscHHamburg auf unkomplizierte, kreative Aktionen, die Menschen zusammenbringen und zugleich konkrete Hilfe ermöglichen. Das Kamelrennderby gehört inzwischen zu den festen Formaten des Vereins und hat auch in seiner neunten Auflage gezeigt, dass ein bisschen sportlicher Ehrgeiz, viel gute Laune und gesellschaftliches Engagement ziemlich gut zusammenpassen. Mehr Infos gibt es HIER.
Alle Fotos: © Kai Wehl
