Die Hamburger Kunsthalle präsentiert mit der Ausstellung „SKULPTURAL. Die neuen Galerien“ ab heute bis zum 11. April 2027 erstmals die gesamte Bandbreite ihrer Skulpturensammlung, ergänzt um ausgewählte Spitzenleihgaben und im Kontext aller Kunstgattungen, in einer medien- und epochenübergreifenden Schau. Und das in modernisierten Räumen und auf Grundlage eines Forschungsprojektes, das durch die Förderung der Dorit & Alexander Otto Stiftung ermöglicht wurde.
Fast 1.000 große und kleine Skulpturen, Reliefs, Gemälde, Grafiken, Fotos, Raum- und Videoinstallationen aus 2.500 Jahren Bildgeschichte. Auf einem spannungsvollen Parcours entfalten sich überraschende Gegenüberstellungen – von der Antike bis zur Gegenwart, von der zweiten zur dritten Dimension, von Miniatur bis monumental. Ein besonderer Fokus gilt neu entdeckten Beständen an Münz-, Medaillen- und Reliefkunst aus Gold, Silber und Bronze. Im Rahmen des Forschungsprojektes werden diese rund 6.000 Kleinstskulpturen an der Kunsthalle erstmals umfassend gesichtet, bestimmt, restauriert, sowie digitalisiert und fortlaufend in ihren Kontexten erforscht. Eine Auswahl von rund 650 dieser Werke ist Teil der Schau.

Die sich auf 1.500 m² erstreckenden Ausstellungsflächen im Erdgeschoss des Gründungsbaus (1869 eröffnet) und des Erweiterungsbaus (1919 eingeweiht) wurden speziell für SKULPTURAL teils aufwendig modernisiert und mit neu entwickelten Display-Elementen ausgestattet. Ermöglicht wird sowohl das umfassende Forschungsprojekt zu den Kleinstskulpturen als auch die Modernisierung der Räume und Präsentationsformen sowie die darauf aufbauende Ausstellungspräsentation mit einer Summe von insgesamt 4 Millionen Euro durch die Dorit & Alexander Otto Stiftung. Die Stiftung wirkt damit erneut als maßgebliche Förderin für die Hamburger Kunsthalle. Zuletzt hatte die Stiftung ihre außergewöhnliche Verbundenheit mit dem Haus 2014–2016 gezeigt, als sie eine umfangreiche bauliche Modernisierung ermöglichte. Wie damals, ist auch heute die Expertise von Alexander Ottos Unternehmen ECE bei der Gestaltung der neuen Ausstellungsräume eingeflossen.
Zu den weiteren Kooperationspartner*innen des Forschungs- und Ausstellungsprojektes zählen u.a. die Universität Hamburg, die Staatlichen Museen zu Berlin und in außergewöhnlichem Maße das Musée d’Orsay, Paris.


Alexander Otto, Unternehmer und Stifter: „Seit meiner Kindheit begeistere ich mich für die Numismatik. Umso mehr freut es mich, mit unserer Stiftung dazu beizutragen, mit den Münzen und Medaillen einen lange verborgenen Schatz der Kunsthalle wieder sichtbar zu machen und ihre Restaurierung und wissenschaftliche Erforschung zu ermöglichen. Zudem war es mir eine Herzensangelegenheit, diesen besonderen Objekten im Kontext der Skulpturensammlung neue und moderne Ausstellungsräume zu schenken, in denen sie ihre Wirkung entfalten und Menschen begeistern. Das ist mit der Ausstellung SKULPTURAL auf beeindruckende Weise gelungen.“
Prof. Dr. Alexander Klar, Direktor Hamburger Kunsthalle: „Die Ausstellung SKULPTURAL präsentiert einen ganzen Sammlungsbereich der Hamburger Kunsthalle neu und lenkt den Blick auf die räumliche Dimension von Kunst und auf eine große Medien- und Materialvielfalt. Aus der Geschichte des Museums entwickelt die Präsentation Themen, die in großen Zeitsprüngen durch umfassend neu gestaltete Säle Gegenwart und Geschichte verbindet und zeitgemäß vermittelt. Die Erfassung, Digitalisierung und Erforschung der Münzen, Medaillen und Plaketten der Hamburger Kunsthalle ist ein Jahrhundertprojekt, das einen lange unsichtbaren Sammlungsbestand der Kunsthalle wieder zugänglich macht. Es ist nach dem herausragenden Engagement von Dorit und Alexander Otto bei der Modernisierung und dem Umbau der Kunsthalle 2016 ein weiteres Mal, dass das Ehepaar mit seiner Stiftung genuine Museumsarbeit unterstützt und auf höchstem Niveau fördert.“
Dr. Annabelle Görgen-Lammers, Kuratorin, Leiterin Sammlung und Forschungsprojekt: „Selten kann man noch Sammlungsschätze entdecken und grundlegend erforschen: 6.000 Objekte, die von Anfang an nach rein künstlerischen Kriterien, als Grundlage und integraler Teil der Skulpturenabteilung gesammelt wurden! Als Sammlungsleiterin und Ausstellungskuratorin ist es mir ein Herzensanliegen, die Funde und ersten Erkenntnisse zu ihren historischen wie aktuellen Kontexten auf möglichst anregende, heutige Weise zugänglich zu machen. Ich bin dankbar, durch ein gewachsenes internationales Netzwerk von institutionellen und (Privat-)Sammlungen unsere eigene Sammlung medienübergreifend auch durch langfristige Spitzenleih- gaben ergänzen zu können, so vom Pariser Musée d’Orsay. Vor allem aber danke ich dem Stifterpaar für ihr Vertrauen und ihre Begeisterungsfähigkeit für die vorgestellten Konzepte zu einem so großen, vielschichtigen Museumsprojekt.“


Mehr Infos zu, Musuem und der Ausstellung gibt es HIER.
Aufmacherfoto: Dr. Carsten Brosda (Senator für Kultur und Medien), Dr. Annabelle Görgen-Lammers (Kuratorin, Leiterin Sammlung und Forschungsprojekt), Dorit und Alexander Otto (Stifterpaar) und Prof. Dr. Alexander Klar (Direktor Hamburger Kunsthalle) im neu erschlossenen und modernisierten Saal, der in Doppelnutzung dem Museumscafé und der Kunstpräsentation dient. (v.l.) © Hamburger Kunsthalle Foto: Romanus Fuhrmann
