Jung trifft alt, Muslime treffen Christen. Beim lang geplanten Iftar-Abend zum Ende des Ramadans in der Stadtteilschule Poppenbüttel feierten Schülerinnen und Schüler und Senioren des Hospitals zum Heiligen Geist gemeinsam über alle religiösen und Altersgrenzen hinweg. Iftar ist die Abendmahlzeit, mit der Muslime während des Ramadans täglich nach Sonnenuntergang ihr Fasten brechen.
Die Idee zu dieser interkulturellen Veranstaltung hatten die Schülerinnen Malaak, Nazneen, Sahar, Lojain und Alena aus der 10e der Stadtteilschule Poppenbüttel. Planung, Organisation, Gestaltung der Räumlichkeiten, Einkauf der Speisen – um alles hatten sich die fünf in den Wochen vor dem Fest gemeinsam mit den Sozialpädagoginnen Dunja Fink und Alma Mathar gekümmert.
Ursprünglich wollten sie die nicht verzehrten Speisen vom reichhaltig bestückten Büfett dem Hospital zum Heilgen Geist spenden, aus hygienischen Gründen mussten sie davon allerdings Abstand nehmen. So entstand die Idee, Seniorinnen und Senioren aus dem Hospital einzuladen.
Die fünf Mädchen führten mit viel Herz durch den Abend: offen, verbindend, erklärten den Senioren ganz ohne Belehrung Ramadan und Iftar und erzählten über ihren eigenen Glauben. Muslime, Jesiden, Atheisten und Christen kamen zusammen, aßen gemeinsam, spielten (u.a. die Reise nach Jerusalem) und feierten. Das Fazit von Alma Mathar. „Wir sind beeindruckt vom Engagement der Schülerinnen und dankbar für das, was wir lernen durften. Das ist gelebte Partizipation und Demokratiebildung.“ Ebenso erfüllt verließen die Senioren die Schule. Pastorin Petra Wilhelm-Kirst, die die Gruppe begleitete: „Was für ein schöner, bereichernder und lehrreicher Abend! Vielen Dank für die herzliche Gastfreundschaft. Wir würden uns sehr freuen, wenn wir die Schülerinnen zeitnah zu einem Gegenbesuch einladen dürften.“ Entsprechend sind weitere Abende in Planung.
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Aufmacherfoto: Verbrachten gemeinsam einen Iftar-Abend: Poppenbüttler Schülerinnen und Senioren des HzHG: Frau Stehn, Sahar, Alena, Malaak, Frau Luther-Fischer, Frau Fork, Pastorin Petra Wilhelm-Kirst, Lojain und Nazneen (v.l.) © Stadtteilschule Poppenbüttel
