Montag, 15. Juli 2024
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    Modern Home

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    Häuser sind längst nicht mehr nur rechteckige Bauten, in die wir nach getaner Arbeit heimkehren und uns mit Strom, Heizung und Wasser versorgen. Die Trends beim Hausbau zeigen deutlich: Unsere Ansprüche an ein gutes Haus haben sich drastisch erhöht. 2023 müssen unsere Häuser smart, Arbeit- und Wohnort in einem und für die Zukunft barrierefrei sein.

    Ein Haus ist ein Haus, und was dazu gehört, hat sich in den letzten Jahren nicht so stark verändert. Grundsätzlich – denn im Detail gibt es sehr wohl Trends und Tendenzen, mit denen sich zukünftige Bauherren auseinandersetzen sollten.

    1. Immer mehr Bauherren legen Wert auf „Nachhaltigkeit“ bei Baumaterial und Bauausführung. Das bedeutet: Umwelt- und Klimaschutz werden immer öfter berücksichtigt. Das Ziel ist es, den Energie- und Ressourcenverbrauch schon beim Bauen so weit wie möglich zu reduzieren. Das betrifft auch den Transport des Materials und die Anfahrtswege für die Arbeitskräfte. Auch bei Sanierungen von Bestandsbauten bieten sich Möglichkeiten, positive Umwelt-Effekte zu erzielen.

    2. Bei Neubauten von Einfamilienhäusern spielen Heizungen, die ausschließlich mit Öl oder Gas betrieben werden, eine immer kleinere Rolle – aus ökologischen wie aus ökonomischen Gründen. Ab 2024 will Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) Öl- und Gasheizungen verbieten. Das geht aus einem Gesetzesentwurf des Wirtschaftsministeriums hervor. Demnach sollen ab kommenden Jahr alle neuen Heizungen zu 65 Prozent aus erneuerbaren Energien Wärme herstellen. Faktisch bedeuten die Pläne das Aus von Öl- und Gas-Heizungen. Dafür wird die Wärmepumpe immer populärer: Etwa die Hälfte der deutschen Bauherren entschied sich in der näheren Vergangenheit für diese Lösung. Wer auf alles vorbereitet sein will, kann mehrere Energieträger miteinander kombinieren. Hierfür gibt es sehr viele Optionen, eingehende Beratung ist unbedingt angebracht.

    3. Schon bei der Planung des Hauses ganzheitlich denken, und das Haus entsprechend „technisieren“. Umweltschutz und Energie (und damit bares Geld) sparen hat nicht nur mit Heizen und Dämmen zu tun. Dazu können auch Smart-Home-Lösungen für Beschattung oder Beleuchtung beitragen. Die aufeinander abgestimmte Steuerung von Haus- sowie Sicherheitstechnik und die Option auf Zugriff auf alle Gerätschaften auch aus der Ferne bietet viele praktische Vorteile.

    4. Immer mehr Häuser werden von Beginn an darauf vorbereitet, Energie selbst zu erzeugen. Eine Photovoltaik-Anlage ist eine Investition, die sich nach einigen Jahren amortisiert hat. Ab dann wird Geld verdient, indem es gespart wird. Da es finanziell nicht mehr lohnend ist, selbst erzeugten Strom ins Netz einzuspeisen, sollte man sein Haus vor vornherein mit einem Energiespeicher ausstatten, der den Bewohner den Solarstrom auch dann zur Verfügung stellt, wenn die Sonne nicht scheint.

    Die moderne Architektur ist gekennzeichnet durch eine klare, reduzierte Formensprache.
    In den meisten Fällen sind moderne Häuser aus Beton, Glas und Stahl gebaut und haben große Fensterfronten.
    Moderne Häuser bieten in der Regel viel Platz und Licht und sind sehr energieeffizient.

    5. Schon beim Planen ein paar Jahrzehnte in die Zukunft denken und das Haus ab Stunde null barrierefrei – oder zumindest mit so wenig wie möglich Barrieren – gestalten. Spätere Umbauten sind kostenintensiv und im schlimmsten Fall nur Kompromisse. Nice to know: Breitere Türrahmen sind auch ästhetisch ein Gewinn, und über schwellenlose Fußböden im gesamten Wohnbereich freuen sich Kinder genauso wie Saugroboter.

    6. Das Erscheinungsbild der Häuser verändert sich. Die Dachneigung nimmt immer mehr ab, wodurch in den Obergeschossen mehr Raum entsteht. Weniger bis kein Dachüberstand gibt dem Einfamilienhaus von heute ein modernes, minimalistisches Erscheinungsbild. Mehr Glasfläche in den Fassaden macht alles offener, und Fenster dürfen jetzt auch im Obergeschoss bodentief sein.

    Weniger ist für viele Bauherren auch bei den Geschossen mehr. Das „Wohnen auf einer Ebene“ rückt in den Fokus, der Bungalow erlebt ein Revival. Dass in diesem Haustyp fast alle Räume direkten Zugang zum Außenbereich bieten, schafft ein sehr „offenes“ Wohngefühl, was bei modernen Bungalowtypen durch große Fensterflächen und transparente Türen noch verstärkt wird. Die Wohnräume verschmelzen zu einer Einheit, und das Haus gleichzeitig mit seiner Umgebung.

    7. Das Wohnumfeld wird immer mehr in die umgebende Natur eingebunden, was sich beispielsweise in dichterer Bepflanzung von Flächen in unmittelbarer Nähe des Hauses zeigt. Die Begrünung von Dachflächen integriert das Haus optisch stärker in die umgebende Natur, gleichzeitig wird so die Versiegelung des Bodens durch die Immobilie zumindest teilweise ausgeglichen.

    8. Die Welt wird immer digitaler, für viele Berufe spielt der Arbeitsort nur noch eine untergeordnete Rolle. Corona hat den Trend zum Arbeiten von zuhause nur noch verstärkt. Ein Zimmer, das im Fall der Fälle zum Homeoffice werden kann, sollte deshalb immer mit eingeplant werden. 

    9. Die Nachhaltigkeit von Häusern wird nicht nur beim Bau und der gewählten Heizanlage bestimmt, auch smarte Geräte können effizient dazu beitragen. Mithilfe von künstlicher Intelligenz und systemübergreifender Verknüpfung passen sich smarte Bauten in den kommenden Jahren automatisch an Sonneneinstrahlung, Kälte und Dunkelheit an.

    Ein Fernzugriff ermöglicht eine gezielte Inbetriebnahme von Heizung und Co. Überwachungstechniken verbessern die Sicherheit. Im kommenden Jahr erwarten uns voraussichtlich mehr Geräte mit Sprachsteuerung, eine verbesserte Automatisierung und neue Smart-Home-Anbieter.

    10. Bei smarten Häusern gilt: Frühzeitige Planung ist das A & O. Auch wenn Sie die neuen smarten Bautrends 2023 noch abwarten wollen, sollten Sie die Technisierung schon jetzt fest einplanen. Ihr Haus kann während der Bauphase problemlos mit smarten Systemen ausgestattet werden. Ein nachträglicher Einbau ist dagegen häufig komplizierter und kostspieliger.

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