Montag, 30. Januar 2023
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    Gerichte mit Geschichte in Rotherbaum

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    Die Galerie im Elysée zeigt gemalte kulinarische Geschichten von Alfred Baumann, Ralph Bühr, Stefan Dobritz, Feodora Hohenlohe und Andrea Rausch. Zu sehen sind klassische und zeitgenössische Stillleben, die einen humorvollen Blick auf bekannte Gerichte wie das Jägerschnitzel werfen sowie Porträts der Namensgeber und die Geschichten hinter Speisen wie Fürst-Pückler-Eis oder Birne Helene.
    Stefan Dobritz, „Hummerbuffet“, 70×50 cm, Öl auf Leinwand, 2022

    Viele der Arbeiten sind extra für diese Ausstellung entstanden. Zum „Hummerbuffet“ wurde Stefan Dobritz beispielsweise bei einem Abendessen in der Brasserie im Hotel Grand Elysée inspiriert – gezeigt werden Malerei, Zeichnungen und Aquarelle.

    „Wie passend doch diese Ausstellung für unser Hotel ist! Die Gast-, Ess- und Tischkultur liegt uns immer am Herzen – wie naheliegend, auch die Besucherinnen und Besucher der Galerie im Elysée mit Gaumenfreuden aus der Künstlerküche zu überraschen. Genauso wie unsere Köche die Speisen mit viel Liebe und Aufmerksamkeit zubereiten, haben sich hier unsere Künstlerinnen und Künstler dem Thema Essen gewidmet“, sagt Galeristin Christa Block.   

    Die über Jahrhunderte gewandelte Alltagskultur des Essens und Trinkens hat im Genre des Stilllebens eine weitreichende Entfaltung erlebt. Die Darstellung natürlicher Dinge fasziniert besonders durch die ihr innewohnende Sinnlichkeit.

    Feodora Hohenlohe, KunsthistorikerinDr. FriederikeWeimar, Ralph Bühr, Galeristin Christa Block, Alfred Baumann, Andrea Rausch und Stefan Dobritz (v.l.)

    Alfred Baumann

    1948 in Berlin geboren, erkannte Alfred Baumann bereits als 17-Jähriger seine Liebe zur Malerei und begann dort als Pflastermaler mit Kreide. Heute malt Alfred Baumann vor allem meisterhafte Stillleben in Öltechnik. Die Arrangements mit tönernen Vasen, Schalen und Krügen sowie Früchten aus dem eigenen Garten, Äpfeln, Hagebutten und Johannisbeeren strahlen eine besondere Gelassenheit aus. Er strebt dabei nach Wahrhaftigkeit im Ausdruck, vollkommener Natürlichkeit in der Darstellung, sowie nach scheinbarer Einfachheit seiner Kompositionen. Alfred Baumann weiß um die Harmonie der Farben und ihren Widerschein, die Wirkung von Licht und Schatten.

    Ralph Bühr

    Ralph Bühr wurde 1967 in Buchholz in der Nordheide geboren und lebt mit seiner Familie im Seevetal, südlich von Hamburg. Für seine filigranen Zeichnungen bevorzugt Ralph Bühr alte Papiere und Pappen, die er auf Flohmärkten findet. Wie ein Schriftsteller erschafft er in seinen Zeichnungen kleine Welten, in die der Betrachter eintauchen kann. Feinste Linien, mal sparsam und reduziert, mal dicht schraffiert, verwandeln das Papier in einen lebendigen Mikrokosmos aus zarten Gespinsten oder dicht schraffierten Gefügen. Der Herbst ist dem Künstler die liebste Jahreszeit. Die Ästhetik des Alterns und des Verfalls hat Ralph Bühr in viele seine Werke hineingezeichnet.

    Stefan Dobritz

    1965 in Lübeck geboren, lebt und arbeitet der Künstler heute ebenfalls in seiner Geburtsstadt. Neben seinen bekannten Landschafts- und Städtebildern widmet er sich zunehmend auch dem klassischen Stillleben, das er in seiner reduzierten Formensprache zeitgenössisch interpretiert. Seine Arbeiten entstehen ausschließlich mit Spachtel und Ölfarbe. Die dadurch erzeugte „dritte Dimension“ im Farbauftrag und seine virtuose Darstellung von Licht und Schatten lassen seine Motive besonders lebendig und stimmungsvoll wirken.

    Feodora Hohenlohe   

    Feodora Hohenlohe wurde 1952 im Schloss Osterberg bei Illertissen geboren, lebt und arbeitet in Berlin und auf Schloss Ippenburg. Die Künstlerin hat sich schon früh für die Darstellung des Realen, für das Arbeiten im Atelier und die Ölmalerei entschieden. Vorwiegend malt sie Porträts von Mensch und Tier sowie Stillleben. Bei ihren Motiven handelt es sich meist um alltägliche, vertraute Gegenstände in sparsamen und oft ungewöhnlichen Arrangements. Das alltägliche Objekt erscheint dem Betrachter dadurch in einem neuen Licht, steigert seine Präsenz und wirkt plötzlich kostbar.

    Andrea Rausch  

    Die Malerin lebt und arbeitet in Hamburg, wo sie 1960 geboren wurde.Andrea Rausch nutzt für ihre lebendige Malerei unterschiedliche Techniken, aber immer viel Farbe. Gerne arbeitet sie in Serien. Geschehnisse und Momente in der sie umgebenden Welt sind ihre bevorzugten Motive. Reiner Realismus ist dabei nicht ihr Ziel, sondern eher eine eigene, von der Fantasie geleitete Interpretation. Für die Ausstellung bringt Andrea Rausch eine humorvolle Serie von bekannten Gerichten auf den Teller, von deren Titeln sie sich assoziativ und spielerisch hat leiten lassen.

    In der Brasserie Flum gibt es begleitend zur Ausstellung „Desserts de l‘art“ à la carte. Die Ausstellung endet am 26. März 2023. Im Anschluss wird die Gruppenausstellung „Höhenflüge“ präsentiert.

    Kunstgenuss auf Augenhöhe: Die Sammlung Block im Grand Elysée Hotel Hamburg

    Mit über 1.100 Gemälden, Aquarellen, Grafiken, Skulpturen und Fotografien ist die Sammlung Block im Grand Elysée Hamburg eine der bedeutenden Privatsammlungen gegenständlicher Kunst in Norddeutschland. In themenorientierten Dauerausstellungen werden über 850 Exponate in den Foyers und Restaurants, Veranstaltungsräumen sowie in den Hotelfluren und Suiten präsentiert. In der Galerie im Elysée wird in regelmäßig wechselnden Ausstellungen zeitgenössische gegenständliche Malerei aus Norddeutschland gezeigt und gefördert.

    Mehr Infos gibt es HIER.

    Aufmacherfoto: Alfred Baumann, „Stillleben Nr. 302“, 24×30 cm, Öl auf Leinwand, 2022. Alle Fotos: © Galerie im Elysée/Barbara Kloth

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    Kai Wehl
    Chefredakteur von Alster und Alstertal Magazin
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