Sonntag, 27. November 2022
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    Marilyn Monroe im Herzen

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    Am 1. Juni wäre Marilyn Monroe 96 Jahre alt geworden. Als Hommage an den Weltstar mit dem schönen Lebensmotto „Normal sein ist langweilig“ haben sich Schauspielerin Sandra Quadflieg und Moderatorin Madita van Hülsen bei der Modedesignerin Blanka Luz zu einem dem Leitsatz entsprechenden Foto-Shooting getroffen – bunt, schrill, fröhlich. Eines liegt dabei auf der Hand, alle drei sind große MM-Fans!

    Was fasziniert euch an Marilyn Monroe?

    Sandra Quadflieg: Dass sie mit einem Golden Globe als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde. Und dass sie selbst Filme produziert hat, das war in der damaligen Zeit als Frau keine Selbstverständlichkeit. Für mich war sie kein naives blondes Dummchen. Gegen dieses Image hat sie ja Zeit ihres Lebens angekämpft. Trotz ihrer international erfolgreichen Filme litt sie darunter, zwar als Darstellerin, aber nicht als vollwertige Schauspielerin anerkannt zu sein. Erst nach ihrem Tod wurde ihre Leistung als Schauspielerin von Kritikern gewürdigt. Sie wurde sogar bei einer Umfrage des American Film Institute aus dem Jahr 1999 (ganze 37 Jahre nach ihrem Tod) auf Platz sechs der größten US-amerikanischen weiblichen Filmstars gewählt.

    In meinem Kinderzimmer hatte ich früher viele Bilder von Marilyn Monroe hängen. Und ich habe mir sogar ihr legendäres weißes Kleid, das sie auf dem Subway-Schacht in Billy Wilders „Das verflixte 7. Jahr“ trägt nach schneidern lassen. Ich habe es aber noch nie auf dem Roten Teppich getragen.

    Madita: Mich fasziniert ihr Mut für das Neue. Sie war einfach einzigartig und wird es immer bleiben.

    Blanka: Die 50er-Jahre waren modisch eine sehr feminine, wenn auch etwas biedere Zeit. Mich haben die Tellerröcke in Kombination mit den „sexy“ Oberteilen fasziniert und die weibliche Silhouette die durch die Betonung der Taille hervorgehoben wurde.

    Gibt es Parallelen zwischen euch?

    Sandra: Nun ja, sie war Schauspielerin, ich bin Schauspielerin! Gemeinsam haben wir sicher auch den femininen Kleidungsstil, ich setzte meine Kurven auch gerne in Szene und mag es ladylike. Ich liebe es – wie Marilyn Monroe – mit Sexappeal zu spielen und zugleich der Männerwelt den Rang abzulaufen 😉 Und ich glaube, sie war eine Frau die genau wusste was sie will und das weiß ich auch!

    Madita: Ich glaube, ich bin genau wie sie, einigen Menschen manchmal etwas „zu viel“.

    Blanka: Parallelen sehe ich in Bezug auf Mode …ich kreiere sehr feminine Schnitte und versuche die Vorzüge der Frau in meinen Designs heraus zu kitzeln

    “Normal sein ist langweilig!”: Unter dem Motto und Zitat von Marilyn Monroe (1. Juni 1926 – 4. August 1962) trafen sich Schauspielerin Sandra Quadflieg (r.) und Moderatorin Madita van Hülsen zu einem Shooting in der quietschbunten Küche von Modedesignerin Blanka Luz. © Daniel Blieffert

    Welche ihrer Eigenschaften hättet ihr gerne?

    Sandra: Ach, ich bin wirklich sehr zufrieden mit mir! Sie sagte einst: „Ganz und gar man selbst zu sein, kann schon einigen Mut erfordern.“ Recht hat sie!

    Madita: Das Schauspiel- und Gesangstalent.

    Blanka: Ich bin auch eine sehr feminine Frau und das betone ich mit meiner Mode jeden Tag (diese Eigenschaften teile ich mit ihr) Man wird aber auch gern in eine Schublade gesteckt Sexsymbol=blöd.

    Ihr habt als Fans ja sicherlich alle ihre Filme gesehen … welcher ist am besten?

    Sandra: Natürlich „Blondinen bevorzugt“! Darin singt sie das Lied „Diamonds are a Girls best friend!“ Noch so eine Leidenschaft, die ich mit ihr teile – ich mag Diamanten auch sehr gerne. (lacht) 

    Madita: Manche mögen‘s heiß, weil es einfach eine großartige Komödie und Parodie auf Gangsterfilme ist.

    Blanka: Ich muss gestehen, ich habe nicht viele Filme von ihr gesehen, weil ich oft weggeschaltet habe – sie wurde mir zu dumm dargestellt. Das sind nicht die Filme, die ich gern sehe.

    Haben ein großes Faible für die 1926 als Norma Jeane Mortenson in Kaliforniern geborene Marilyn Monroe: Madita van Hülsen. Blanka Luz und Schauspielerin Sandra Quadflieg (v.l.) Alle Fotos: © Daniel Blieffert

    Sie war eine schillernde Figur – hatte Ehen, Beziehungen und Affären zu den höchsten Kreisen der Gesellschaft (Sport, Film, Politik) … wie hätte das wohl heute ausgesehen? Hätte sie mit ihrer Art eine Chance gehabt?

    Madita: Ich glaube in der heutigen Zeit ist generell alles schwerer. Es braucht sehr viel mehr, um aufzufallen oder einen Eindruck zu hinterlassen, egal ob positiv oder negativ. Die 50er-Jahre waren glaube ich einfach eine perfekte Zeit dafür, um Erfolg zu haben und weltweite Bekanntheit zu erlangen, wenn man es richtig angestellt hat.

    Blanka: Sie war eine wunderschöne Erscheinung der man einfach verfallen ist. Das wäre heute genauso. Die Männer lagen ihr zu Füßen, das war Fluch und Segen zugleich …Im Grunde war sie sicherlich sehr einsam. Ich weiß wie es in der Showbranche abläuft, denn ich war 6 Jahre am Theater tätig –  ich sag nur „The Show must go on!“

    Was können wir heute von ihr und ihrer Geschichte lernen?

    Madita: Ich persönlich wünschte mir in Bezug auf das bunte herzliche Chaos, was sie im Herzen trug bei allen Menschen ein bisschen mehr Marilyn.

    Sandra: Man kann von Marilyn Monroe lernen, sich nicht von der Meinung anderer Leute abhängig zu machen und seinen eigenen Weg zu gehen!

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    Kai Wehl
    Chefredakteur von Alster und Alstertal Magazin
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