Sonntag, 29. Mai 2022
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    Gartenplanung: Am besten heimische Arten pflanzen!

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    Mit dem Frühlingsanfang fällt auch der Startschuss für die neue Gartensaison. Jetzt gilt es, die Grundlagen für einen Garten zu schaffen, von dem Mensch und Natur gleichermaßen profitieren. Der NABU Hamburg stellt deshalb zwei Empfehlungslisten für heimische Pflanzen zum Download bereit, die zum einen heimische Kräuter und Stauden für Balkon oder den Garten und zum anderen heimische Bäume und Sträucher empfehlen.

    Unter den Gehölzen sind Arten wie Weißdorn, Schneeball oder Schlehe, die auch bei der Anlage eine Hecke kombiniert werden können und so ein wertvolles Vogelschutzgehölz bilden. Für die einzelnen Kräuter-, Stauden- und Gehölzarten sind Angaben zu ihrem Nutzen für Vögel, Wildbienen, Schmetterlinge, Raupen und Fledermäuse zu finden, außerdem gibt es Informationen zu Blühfarbe, Blühzeiten, Fruchtzeiten sowie den individuellen Boden- und Lichtansprüchen.

    Der NABU empfiehlt, nur regionales Saatgut heimischer Pflanzen zu verwenden. Dieses kann auch über den Online-Handel einfach und schnell bezogen werden. Genauso sollte beim Pflanzgut regionales Material zum Einsatz kommen, zudem sollten immer Wildstauden gepflanzt werden, die nicht durch Zucht verändert wurden.

    Hain-Schwebfliegen beim Blütenbesuch auf der Gemeinen Wegwarte (Cichorium intybus). © Frank Hecker

    Die Verwendung von heimischen und standortgerechten Pflanzenarten hat viele Vorteile. Dr. Katharina Schmidt, NABU-Referentin für StadtNatur erläutert: „Heimische Wildpflanzen sind in der Regel pflegeleichter. An die lokalen Bedingungen angepasste Arten brauchen weniger Pflege, weil sie gut an dem Standort zurechtkommen. Sie wachsen besser und erfüllen wertvolle Funktionen im Ökosystem.“ Heimische Pflanzenarten bieten Lebensraum und Nahrung für die heimische Tierwelt, die sich wiederum im Laufe der Zeit am besten an diese Pflanzen angepasst hat. Von den vielen nicht-heimischen (Zier-)Pflanzen haben Vögel und Insekten dagegen keinen oder nur geringen Nutzen. Und noch ein Vorteil: Heimische Wildpflanzen sind winterhart und weniger anfällig für Pilze oder Pflanzenkrankheiten. Zudem ist die Gefahr geringer, dass die Pflanzen an dem Standort nicht oder nur schlecht wachsen und bereits nach kurzer Zeit ersetzt werden müssen, so dass auch langfristig die Kosten für die Bepflanzung gesenkt werden könnten.

    Wildpflanzen kommen genauso auch in der Natur vor. Sie haben sich im Laufe der Evolution gemeinsam mit den heimischen Tierarten entwickelt und sind daher besonders gut an die heimische Tierwelt angepasst – und umgekehrt. Wenn doch Zuchtformen verwendet werden sollen, sollten keine Pflanzen mit gefüllten Blüten gewählt werden. Bei diesen sind die Staubblätter, die sonst den Pollen tragen, aus optischen Gründen zu Schaublättern umgewandelt. Hier finden Insekten dann keine Nahrung mehr.

    Die Empfehlungslisten des NABU Hamburg stehen unter www.NABU-Hamburg.de/gartentipps zum Download bereit.

    Aufmacherfoto: Rotkelchen auf Holunder. © Mathias Schäf

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    Kai Wehl
    Chefredakteur von Alster und Alstertal Magazin
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