Samstag, 25. September 2021
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    Die Galerie im Elysée zeigt “Zu Besuch in Hamburg”

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    Sie kommen von weither, teilen jedoch eine enge Verbundenheit zu Hamburg: die niederländische Künstlerin Margreet Boonstra und Karsten Mittag aus dem Erzgebirge. Die Galerie im Elysée präsentiert noch bis zum 17. November ihre aktuellen und neuen Werke in der Ausstellung “Zu Besuch in Hamburg”.

    Große Ölbilder mit Blumengärten, schilfbewachsene Ufer und ein Gespür für der Natur innewohnenden Schönheit – das haben die Bilder von Margreet Bonnstra und Karsten Mittag gemeinsam. Die Künstlerin und der Künstler teilen außerdem eine enge Verbundenheit zu Hamburg und die Liebe zur nordischen Landschaft. Karsten Mittag hat an der heutigen HAW Hamburg studiert und wurde als Student vor 27 Jahren mit dem Elysée Preis für Malerei geehrt. Margreet Boonstra gehört seit 2015 der Künstlergruppe der Norddeutschen Realisten an.

    Die Galerie im Elysée zeigt insgesamt 47 Kunstwerke der Malerin und des Malers, die bei und nach ihren jeweiligen Besuchen in Hamburg und Norddeutschland entstanden sind. „Ich freue mich, dass wir in unserer Galerie zwei so ausgezeichnete, unterschiedliche Künstler präsentieren dürfen, die sich beide auf einen Besuch nach Hamburg begeben haben. Mit ihrer farbenfrohen, kraftvollen Ölmalerei lassen sie die Betrachter in die norddeutsche Landschaft eintauchen“, sagt Galeristin Christa Block. „Ich bin beeindruckt von dem künstlerischen Weg, den Karsten Mittag gegangen ist und dass wir ihm mit dem Elysée Preis vor 27 Jahren den Start dafür bereitet haben. Die Ölbilder der Pleinairkünstlerin Margreet Boonstra spiegeln ihre Leidenschaft für nördliche Landschaften in all ihren Formen wider und faszinieren mit ihrer prächtigen Inszenierung des Lichts. Ich bin sicher, dass die Besucher der Galerie im Elysée von den hier gezeigten Bildern begeistert sein werden.“ 

    Margreet Boonstra  

    Margreet Boonstra wurde 1967 in Drachten geboren, sie lebt und arbeitet in den Niederlanden. Sie studierte Malerei an der Minerva-Kunstakademie in Groningen und ist seit den späten 90er Jahren freischaffende Künstlerin. Die Niederländerin gehört dem holländischen Kreis der „Noordelijke Realisten“ und seit 2015, dem der „Norddeutschen Realisten“ an. So wie die anderen Mitglieder der Künstlergruppe malt Margreet Boonstra meist pleinair. Dank dieser Arbeitsweise und ihrem spontanen, kraftvollen Pinselstrich behält die gemalte Landschaft ihre Lebendigkeit und natürliche Intensität der Farben. Sie versteht es, mit ihren kraftvollen Bildern die Zeit anzuhalten und die Atmosphäre des Augenblicks zu bewahren.

    Vornehmlich „paysages intimes“, vertraute, einfache Landschaften, finden den Weg auf ihre Leinwände. Blumengärten und Landschaften sind ihr Thema – auch wie sich diese durch Lichteinfall und im Verlauf der Jahreszeiten ändern. Die eigene Wahrnehmung ist für Margreet Boonstra und ihre Arbeiten essentiell: nicht oberflächlich sein, sondern das Thema durchdringen, sich selbst öffnen und eigene Erzählungen kreieren.

    Margreet Boonstra arbeitet im In- und Ausland und stellt regelmäßig in verschiedenen Galerien aus. Viele ihrer Arbeiten befinden sich in privaten, unternehmenseigenen oder Museumssammlungen.

    Karsten Mittag

    Vor 27 Jahren wurde der damalige Student an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg für seine beeindruckende Arbeit mit dem Elysée-Preis geehrt, der ihm den Weg zu einer erfolgreichen Künstlerlaufbahn ebnen sollte. Seine kreativen Anfänge nahm der 1964 in Zwickau geborene Karsten Mittag als ausgebildeter Kirchenmusiker bereits zuvor in der klassischen Musik. Nach seinem Studium in Hamburg tauschte er die Musik jedoch nicht gegen die Malerei, vielmehr verbindet er seither als freischaffender Künstler Musik und Malerei.

    In seinen Werken finden Klänge und die durch die Musik hervorgerufenen Empfindungen ihren bildlichen Ausdruck. Dieses „Spiel mit dem Unerwarteten“, wie Karsten Mittag es selbst nennt, vollzieht sich im kreativen Prozess zum Beispiel beim wiederholten Hören eines Musikstücks im Atelier mit der Kenntnis von Komponist und Interpret ebenso wie bei Konzerten, bei denen er das Gehörte direkt mit Aquarellfarben, Pastellkreide oder in Mischtechnik zu Papier bringt.

    Aber auch das Sehen im Alltag oder auf Reisen, wenn sich Auge und Ohr auf Natur oder Gegenstände richten, liefert dem Künstler Inspiration und neue Perspektiven. Intensives Erleben schließt bei ihm immer alle Sinne mit ein, die nicht voneinander getrennt werden können. Die intuitive Wahrnehmung von Farben, Formen sowie Bewegungen und Räumen wird von Karsten Mittag zunächst in kleinformatigen Studien als Essenz des Erlebten festgehalten. Daraus ergeben sich kompositorische Ideen für großformatige Malerei im Atelier. Dann tauchen beispielsweise Elemente von Gärten und Parks auf und verschwinden wieder, Schiffe und Kräne deuten sich an und lösen sich auf in Flächen und Oberflächen. Insgesamt reicht die Ausdrucksform in seinen Bildern von abstrahierend bis gegenständlich. Zu sehen sind u. a. großformatige Ölbilder mit Gärten als auch kleinere Pastelle mit Motiven aus dem Hamburger Hafen.

    Die Galerie im Elysée, Rothenbaumchaussee 10, ist rund um die Uhr geöffnet. Bei größeren Veranstaltungen im Hotel kann es vorkommen, dass eine Besichtigung der Ausstellung kurzfristig nicht möglich ist. Auswärtige Besucher bitten wir deshalb, sich vorab telefonisch zu vergewissern. Telefon ( 040 ) 41412825, galerie@grand-elysee.com, www.grand-elysee.com/kunst

    Aufmacherfoto: Margreet Boonstra, Meike Woermann (Kuratorin Sammlung Block und Galerie im Elysée) und Karsten Mittag bei der Vernissage (v.l.) Alle Fotos: © Galerie im Elysée/Barbara Kloth

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    Kai Wehl
    Chefredakteur von Alster und Alstertal Magazin
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