Samstag, 25. September 2021
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    StartPolitik & Gesellschaft"CDU möchte Hamburg zur Wasserstoffhauptstadt Europas machen"

    “CDU möchte Hamburg zur Wasserstoffhauptstadt Europas machen”

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    Die Befreiung der EEG-Umlage bei der Produktion von grünem Wasserstoff ist ein wesentlicher Baustein, um in der Hamburger Metropolregion eine Wasserstoffindustrie aufbauen zu können. Zahlreiche Hamburger Unternehmen und Verbände fordern daher seit Jahren eine entsprechende politische Initiative. Der Hamburger Bundestagsabgeordnete und CDU-Landeschef Christoph Ploß kündigt heute an, dass im ersten Quartal des kommenden Jahres im Deutschen Bundestag ein entsprechendes Gesetz beschlossen werden soll, sodass die Produktion von grünem Wasserstoff voraussichtlich ab dem Frühjahr 2021 von der EEG-Umlage befreit sein wird.

    Derzeit muss bei der Produktion von grünem Wasserstoff aufgrund des Elektrolyseverfahrens häufig die doppelte (!) EEG-Gebühr bezahlt werden. Das bedeutet:

    •             Der Wasserstoffpreis verdoppelt sich unter Berücksichtigung der EEG-Umlage von  6 Cent/Kilowattstunde an einem guten Erneuerbare-Energien-Standort um nahezu 100 Prozent.

    •             Hemmnis für den Ausbau von Erneuerbaren Energien: Mit dem bisherigen EEG-Entwurf könnten eine Vielzahl von Anlagen stillgelegt werden, deren Förderspanne Anfang 2021 ausläuft.

    Praktische Beispiele:

    PKW: Ein Auto, das 100 Kilometer fährt und dafür ein Kilo Wasserstoff tankt, wird nur mit einer EEG-Befreiung 8 bis 9 Euro bezahlen. Die Kosten ohne eine EEG-Befreiung für den Wasserstoff liegen für die gleiche Strecke zwischen 15-18 Euro. Daran sieht man, wie wichtig die EEG-Befreiung ist, um Wasserstoff für Verbraucher und Unternehmen interessant zu machen.

    LKW: Ein LKW muss bis zu 10 Kilogramm Wasserstoff tanken und müsste mit einer EEG-Befreiung lediglich zwischen 60 bis 80 Euro zahlen, um damit 100 Kilometer fahren zu können. Ohne eine EEG-Befreiung müsste der Fahrer zwischen 100 bis 130 Euro für eine Tankladung von 10 Kilogramm Wasserstoff zahlen.

    Der Hamburger Bundestagsabgeordnete und CDU-Landeschef Christoph Ploß: „Hamburg zur Wasserstoffhauptstadt Europas machen – das ist eines der Ziele, die wir als CDU mit besonderem Nachdruck verfolgen. Dass bei der Produktion von grünem Wasserstoff in Zukunft keine EEG-Gebühr mehr anfallen wird, ist ein wichtiger Baustein, um eine vernünftige Wirtschaftspolitik mit einer weitsichtigen Klimaschutzpolitik zu verbinden. Denn dafür brauchen wir Wasserstoff und klimaneutrale Kraftstoffe. Für die Hamburger Metropolregion bietet das Thema große Chancen, neue klimafreundliche Schlüsselindustrien aufzubauen und Tausende neue Arbeitsplätze in Norddeutschland zu schaffen.“

    Grundsätzliche Hintergrundinformationen: In dieser Legislaturperiode werden aktuell in Norddeutschland (SH, HH, HB, MV und NS) 118 Projekte über das Nationale Innovationsprogramm für Wasserstoff und Brennstoffzellentechnologie (NIP) gefördert. Davon sind allein 40 Projekte in Hamburg mit einer Förderungssumme von über 10 Millionen Euro (Stand 1.10.2020). Es gibt deutschlandweit fast 90 Wasserstofftankstellen, und die Nachfrage nach Wasserstoff war noch nie so hoch (12,5 Tonnen im Oktober 2020). Ab dem Jahr 2021 werden Wasserstoffstationen vor allem dort errichtet, wo kurzfristig eine Nutzfahrzeugnachfrage zu erwarten ist (also beispielsweise an Autobahnzufahrten, wo LKW mit Wasserstoff befüllt werden) und wo eine öffentliche Wasserstofftankstelle für ein wachsendes Tankstellennetz auch für PKW sinnvoll erscheint.

    Foto: CDU-Politiker Christoph Ploß – Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Hamburg-Nord/Alstertal kündigt Befreiung der EEG-Gebühr auf grünen Wasserstoff an. © Christoph Schaefers / Büro Christoph Ploß

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    Kai Wehl
    Chefredakteur von Alster und Alstertal Magazin
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