Samstag, 25. September 2021
More
    StartHamburger TagesjournalEine stille Nacht soll es werden, Kultur wird gekränkt bleiben, HSV mit...

    Eine stille Nacht soll es werden, Kultur wird gekränkt bleiben, HSV mit bekannten Mustern, Weihnachten am Jungfernstieg

    -

    Guten Morgen: Lasst uns froh und munter sein. *

    Θ HAMBURG

    Weihnachten im kleinen Kreis: Nach Medienberichten werden die Corona-Regeln am Mittwoch im Rahmen der Bund-Länder-Konferenz verlängert und teilweise verschärft. Die Gastronomie, Sportangebote, Freizeitvergnügen und die Kulturorte bleiben geschlossen. Die wirtschaftlichen Hilfen sollen im Gegenzug verlängert werden. Zudem sollen sich nur noch fünf Personen aus zwei Haushalten treffen dürfen. An den Weihnachtstagen soll es möglicherweise Ausnahmeregelungen für die Übertragungsoptionen des Virus geben. Bei den Schulen will man am Präsenzunterricht festhalten, aber bei Infektionsfällen die ganze Klasse in Quarantäne schicken, die nach fünf Tagen und einem negativen Test beendet werden kann. Zudem soll das Böllern an Silvester verboten werden.
    welt.de, spiegel.de

    Wenn ich alleine am Hafen unterwegs bin, dann brauche ich keine Maske zu tragen.
    Bürgermeister Peter Tschentscher erinnert sich an seine Worte aus dem September. Nachdem an den St. Pauli-Landungsbrücken nichts mehr los ist, wurde dort nun die Maskenpflicht aufgehoben. Auch am Mühlenkamp und in Wilhelmsburg darf wieder frei geatmet werden. An anderen Orten in der Stadt wurde die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes hingegen zeitlich ausgedehnt.
    ndr.de

    Noch mehr Spagat: Kultursenator Carsten Brosda gilt als Kritiker der von ihm mitgetragenen Schließung der Theater und weiterer Kulturorte. Nun wurde er zum Präsidenten des Deutschen Bühnenvereins bestimmt, was für ihn bedeutet, noch mehr gute Geschichten über die Bedeutung der Kultur erzählen zu müssen oder zu dürfen. Zumindest sollte Brosda keine erneute Kränkung erleben müssen, denn das neue Infektionsschutzgesetz verlangt zumindest eine gute Begründung, warum Orte der Kultur geschlossen werden, aber Orte der Kirche nicht. Die wollen auch viele LeiterInnen der Hamburger Kulturbetriebe wissen, die einen offenen Brief mit Kritik an den Bürgermeister geschrieben haben, den Peter Tschentscher nun wohl an den Kultursenator Carsten Brosda weiterleitet.
    deutschlandfunkkultur.de, abendblatt.de, mopo.de

    Wir müssen unsere Geschichten besser erzählen.
    Kultursenator Carsten Brosda legt die Latte seiner Kommunikation höher.
    deutschlandfunkkultur.de

    Anzeige
    „Wir arbeiten Tag und Nacht daran, um die Novemberhilfen vor Ort umsetzen zu können“, so Wirtschaftssenator Michael Westhagemann in der aktuellen Folge des fast täglichen Podcast „Wie ist die Lage?“ der Gute Leude Fabrik. Außerdem spricht der parteilose Politiker mit Lars Meier über schwarze Schafe („Wir sind wahrscheinlich alle gute Hanseaten“), Nachhaltigkeit („Wenn wir uns den Hamburger Klimaplan anschauen, dann leistet die Wirtschaftsbehörde den größten Beitrag.“) und Koalitionsverhandlungen: „Ich war sehr überrascht, dass ich die Koalitionsverhandlungen als Parteiloser mitbegleiten durfte.“ Mehr davon und alle weiteren Folgen des Podcasts gibt es hier

    Hafen, Startups, Künstliche Intelligenz, Wasserstoff.
    Wirtschaftssenator Michael Westhagemann schreibt seine ToDo-Liste für 2021.
    mopo.de

    Hoffentlich was gelernt: HSV-Trainer Daniel Thioune hofft, dass er und die Mannschaft aus der verdienten 1:3-Niederlage gegen den VfL Bochum etwas für die weitere Entwicklung mitgenommen haben. Die Rothosen blieben über 90 Minuten blaß und ließen alles vermissen, was die Mannschaft zu Beginn der Saison ausgezeichnet hatte. Der HSV bleibt trotz der mageren zwei Punkte aus den letzten drei Spielen an der Tabellenspitze. Der FC St. Pauli richtet es sich derweil in den Abstiegsrängen ein. Nach der 0:2-Niederlage beim SC Paderborn – dort wurde im März 2019 der letzte richtige Auswärtserfolg erzielt – bleiben die Kiezkicker auf dem vorletzten Tabellenplatz.
    welt.de, ndr.de (HSV), mopo.de (FCSP)

    Das hat nicht so geklappt, wie ich es mir gewünscht habe, und da halte ich auch den Kopf hin.
    HSV-Trainer Daniel Thioune wollte in der 67. Minute mit Defensivmann Klaus „Luftloch“ Gjasula und Stürmer Bobby Wood – kein Treffer seit zwei Jahren – den Sieg einwechseln. Wäre eine Sky-Kneipe offen gewesen, hätte sie über das Ansinnen herzlich gelacht.
    hsv.de, ndr.de

    Streit am Jungfernstieg: Querdenker, Linke und die Polizei beharkten sich am Sonntagnachmittag welt.de
    Mehr Frauen in der Bürgerschaft: Präsidentin Carola Veit ist zuversichtlich für Parität der Geschlechter  welt.de
    Viele warme Mahlzeiten: Sozialbehörde hat Tagesbetreuung für Obdachlose in der „Markthalle“ eröffnet hamburg.de
    Reise zu den Sternen: Fernseharzt Johannes Wimmer verabschiedete sich von seiner todkranken Tochter Maximilia bild.de

    Wetter heute: Wechselnd bewölkt bei drei bis neun Grad.
    wetter.net

    Θ ZAHL DES TAGES

    1,26 Prozent der Hamburger Autos können mit Hilfe von Strom angetrieben werden. Damit liegt Hamburg bundesweit an der Spitze der Elektromobilität. Der deutsche Durchschnitt in den Ländern liegt bei 0,87 Prozent. Jedes 80. Hamburger Auto ist ein Stromverbraucher für den mittlerweile mehr als 1.000 Ladesäulen im öffentlichen Raum verfügbar sind. Die Zahl der E-Fahrzeuge wächst derzeit stark, ob der Förderungen der Corona-Hilfen für Autohersteller.
    mopo.de

    Anzeige
    Logistik, Mobilität, Luftfahrt und Wasserstoff: Diese Zukunftsthemen besprechen Hamburger Branchenexperten mit Kollegen aus Tel Aviv. „Hamburg on Tour“, das Format der Startup-Unit von Hamburg Invest findet in diesem Jahr digital statt und steht damit allen Interessenten offen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung am 1./2. Dezember steht die Frage, wie Innovation zur Verbesserung der Lebensqualität und dem Schutz der Umwelt beitragen kann. Partner der Veranstaltung ist unter anderem die Deutsch-Israelische Industrie- und Handelskammer. Tel Aviv verfügt über eine hohe Anzahl von Technologie-Startups und ist deshalb ein idealer Partner für Hamburgs Startup Szene. Mehr Infos und Tickets: telaviv.hamburgontour.com, hamburg-invest.com

    Θ DEUTSCHLAND & DIE WELT

    Olaf Scholz plant Neuverschuldung von 160 Milliarden Euro: Der Finanzminister plant für das kommende Jahr mindestens 160 Milliarden Euro an neuen Schulden und damit über 60 Milliarden Euro mehr als bisher bekannt. Das Finanzministerium listete die Mehrausgaben in einer am Sonntag an die Haushaltspolitiker des Bundestages verschickten Vorlage für ihre am Donnerstag beginnende Bereinigungssitzung auf. Die Mehrausgaben ergäben sich zum einen aus Maßnahmen zur Bewältigung der Pandemie, sagte ein Koalitionsvertreter. Zum anderen würden für 2020 eingeplante Ausgaben in das nächste Jahr verschoben.
    welt.de

    Wir haben die Vorbereitungen dafür getroffen, dass es noch im Dezember losgehen könnte.
    Finanzminister Olaf Scholz berichtet weiter, dass auch Hamburg, wohl in den Messehallen, bald ein Impfzentrum eingerichtet haben wird.
    twitter.BILD

    Corona-Gegnerin vergleicht sich mit Widerstandskämpferin: Eine 22-jährige Jana aus Kassel hat sich bei einer Demo in Hannover mit der von den Nationalsozialisten 1943 ermordeten Widerstandskämpferin Sophie Scholl verglichen. Scholl und ihr Bruder Hans gehörten zur Gruppe „Weiße Rose“, die ab Juni 1942 mit Flugblättern zum Widerstand gegen die nationalsozialistische Gewaltherrschaft aufrief. Bei einer Flugblattaktion in der Münchner Universität wurden sie entdeckt und zusammen mit ihrem Kommilitonen Christoph Probst zum Tode verurteilt. Außenminister Heiko Maas sagte, wer sich heute mit Sophie Scholl oder auch mit Anne Frank vergleiche, verhöhne den Mut, den es gebraucht habe, Haltung gegen Nazis zu zeigen.
    tagesspiegel.de, dw.com

    Jahrestag am Sonntag: 15 Jahre Kanzlerin Merkel tagesspiegel.de
    G20-Staaten für faire Verteilung von Corona-Impfstoff tagesspiegel.de
    Grüne beschließen neues Grundsatzprogramm und bedingungsloses Grundeinkommen tagesspiegel.de
    Schweiz: Geht Skifahren trotz hoher Covid-19-Zahlen? de.euronews.com

    Θ STADT & LEBEN

    St. Pauli Code: Am Sonnabend zog der „Walk of shame“ durch den Kiez und das benachbarte Altona. Etwa 600 Menschen wollten ein Zeichen gegen Immobilienspekulation und schlechte Verkehrplanung setzen. Der Protest richtete sich hauptsächlich gegen das geplante Bauvorhaben Paulihaus an der Rindermarkthalle und gegen die Dimension der geplanten Sternbrücke. Die Demonstranten forderten mehr Mitbestimmung bei der Entwicklung der Stadtteile. Als gelungenes Beispiel für Dialog gilt die Entwicklung des Paloma-Viertel am Spielbudenplatz, das sich Jahr um Jahr verzögert und bei dessen sozialer Komponente man sich kräftig verspekuliert hatte. Hier musste die Stadt schließlich den Schaden abwenden.
    ndr.de (Walk of shame), ndr.de (Paloma-Viertel)

    Anzeige
    Die Schatzsuche beginnt in Wandsbek: Ab heute können mutige Schatzsuchende ihre Fähigkeiten bei Stilbruch in Wandsbek beweisen. Die mysteriöse Truhe, welche in einem der Secondhand- Kaufhäusern aufgetaucht ist, wird sich dort diese Woche von Montag bis Freitag von jeweils 12 bis 14 Uhr öffnen. Ein Griff in die Truhe kann das ganz große Los für einen der wertvollsten Schätze von Stilbruch bedeuten. Danach können Sie direkt weiter nach besonderen Stücken für Ihre Lieben zuhause suchen. Nicht vergessen: Weihnachten kommt schneller als man denkt. Weitere Infos zur Stilbruch-Schatzsuche gibt es hier

    -Tatort-Kritiker-
    Typischer Tukur-Tatort: Allerdings ein klitzekleines bisschen weniger versponnen als üblich. Die Grundzüge der Story verwundern in ihrer Absurdität kaum: Murot trifft im Urlaub auf einen Doppelgänger. Letzterer wird auf der Landstraße absichtlich überfahren. Murot schlüpft in die Rolle des jovialen Autohausbesitzers, um quasi undercover zu ermitteln. Natürlich erlaubt sich das Tukur-Tatort-Team einige Sperenzien, aber tatsächlich wird ein handfester Krimi erzählt. Der ist sogar spannend. Die eitlen Übertreibungen und Anspielungen der ersten Wiesbadener Tatorte sind diesmal dezenter gesetzt. Dass Tukur auch weniger abgedreht kann, ist ganz wohltuend. Aber so dermaßen billig hätte der Plot auch nicht aufgelöst werden müssen.
    Tatort-Experte: Henning Kleine, Chef vom Dienst, Sat.1 Landesstudio Hamburg.

    Restaurant-Tipp – Sterneküche in Rothenburgsort: Dort vermuten wohl die wenigsten prämierte Sterneküche, aber genau mit diesen Erwartungen spielt Thomas Imbusch, denn das 100/200 bietet Fine Dining der anderen Art. Der ehemalige Küchenchef des Madame X erfüllte sich mit dem 100/200 den Traum, ein Restaurant mit Fokus auf Handwerk, echte Gastlichkeit und einer Reduzierung aufs Wesentliche zu schaffen. Daher auch der Name 100/200: Er bezieht sich auf die Gradzahlen, bei denen Wasser kocht und der Backofen läuft – das Wesentliche für gute Küche. In Zeiten des Lockdowns kann dort die Grund-Kiste bestellt werden, die Zutaten für ein „ganzheitliches Mahl“ beinhaltet.
    hamburg.de, 100200.kitchen

    Θ FOFFTEIN

    Weihnachtszeit beginnt: Um 17 Uhr wird am Montag die weihnachtliche Beleuchtung am Jungfernstieg eingeschaltet. In diesem Jahr werden die illuminierten Bäume an der Wasserseite die Attraktion werden. Normalerweise würde nun der Weiße Zauber Weihnachtsmarkt eröffnen und die Märchenschiffe den Kindern eine Freude bereiten. Die Zeremonie weiht immerhin die provisorische Umgestaltung des autoarm geplanten Jungfernstiegs ein. Die neue Stadtmöblierung gefällt indes nicht jedem. Weihnachtlich wird es auch an der Mönckebergstraße, die eine neue Beleuchtung zum Einkaufen vor dem Fest erhalten hat. Am Donnerstag kommt dann auch die Alstertanne.
    mopo.de, ndr.de

    Heute treten wir in das Sternzeichen des Schützen, der als optimistisch gilt. Kommen Sie also gut in die Woche und wir wünschen Ihnen einen schönen Montag.

    Wenn Ihnen das Hamburger Tagesjournal am 23. November gefallen hat, empfehlen Sie uns gerne weiter; einfach diese Mail an Kollegen und Freunde schicken und auf tagesjournal.de anmelden. Für weitere aktuelle Meldungen und Videos finden Sie uns hier.

    Werben Sie für Ihr Unternehmen oder Ihre Veranstaltung im Hamburger Tagesjournal. Schreiben Sie uns, wir beraten Sie gerne. hamburg@tagesjournal.de

    Anzeigen-Spezial
    Vorheriger ArtikelRebellin der Kunst
    Nächster ArtikelSchafft euch Gemütlichkeit!
    Anzeigen-Spezial