Samstag, 3. Dezember 2022
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    Reservierungskonzept für E-Ladesäulen

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    Vier neue Standorte für E-Ladesäulen sollen in Hamburg-Nord entstehen, auch in Winterhude. Diese sollen sich künftig auch reservieren lassen.

    Hamburg-Nord bekommt gleich vier neue Standorte für E-Ladesäulen. Das Besondere daran: Hier werden im Rahmen des Innovationsprojekts ELBE in stark verdichteten Quartieren Ladesäulen für Nutzer*innen ohne private Parkmöglichkeit geschaffen. Diese sind reservierbar, so dass die Nutzer*innen die Sicherheit haben, zum geplanten Zeitpunkt laden zu können. Los geht es im Frühjahr 2021 im nordwestlichen Hoheluft-Ost sowie im Schinkelquartier in Winterhude. Das Projekt wurde in der letzten Sitzung des Mobilitätsausschusses vorgestellt.

    Thorsten Schmidt, GRÜNER Sprecher für Verkehrspolitik, erläutert: „Elektroautos lösen zwar nicht alle Probleme, die die private Nutzung von Autos mit sich bringt – sie sind aber ein Baustein für klimafreundliche, individuelle Mobilität. Anwohner*innen, die eigentlich ihr Fahrzeug mit Verbrennungsmotor gegen ein E-Fahrzeug tauschen würden, werden möglicherweise von einem Wechsel abgehalten, weil auch sie in dicht besiedelten Stadtteilen Probleme haben, einen freien Stellplatz mit Ladesäule zu finden. Individuelle Lademöglichkeiten stehen dort nur wenigen zur Verfügung.“

    Das neue Innovationsprojekt ELBE, in dem die Unternehmen hySOLUTIONS, Stromnetz Hamburg und die Behörde für Wirtschaft und Innovation zusammenarbeiten, setzt genau an diesem Punkt an. Es werden Lademöglichkeiten für Nutzer*innen in stark verdichteten Quartieren ohne private Parkmöglichkeit geschaffen.

    Franziska Becker, GRÜNES Mitglied im Mobilitätsausschuss, ergänzt: „Mit einer App wird es möglich sein, an einer Ladesäule einen konkreten Zeitabschnitt auf dem Stellplatz zu buchen. Über steuerbare Poller oder verstellbare Bügel ist der Stellplatz zum gewählten Zeitpunkt dann nur mit passender Reservierung nutzbar. Nach Ablauf des Zeitraums muss das Fahrzeug wieder entfernt werden. Wer also hier mit dem E-Fahrzeug ankommt, weiß sicher, dass ein Aufladen möglich ist. Ob diese Verlässlichkeit dazu führt, dass mehr Autofahrer*innen auf E-Mobile umsteigen – das wird sich im Laufe des zweijährigen Untersuchungszeitraums zeigen.“

    Die zwei Quartiere Hoheluft-Ost und Goldbek (Schinkelquartier) im Bezirk Hamburg-Nord wurden für das Projekt unter Berücksichtigung von verschiedenen Kriterien ausgewählt. Für die Auswahl der Quartiere standen insbesondere der bisherige Parkdruck, die Anzahl bereits vorhandener E-Fahrzeuge sowie die bisherige Auslastung der Ladeinfrastruktur im Fokus. Im ersten Schritt wird das neuartige Konzept über vier Ladestationen im öffentlichen Raum getestet. An jeder Ladestation können zwei E-Fahrzeuge geladen werden. Insgesamt können rund 7.500 Einwohner*innen von den öffentlichen Ladestationen profitieren.

    Bis 2025 soll sich die Anzahl der Ladepunkte in Hamburg auf 2.000 verdoppeln. Somit sind die Tests in Hoheluft-Ost und im Schinkelquartier wegweisend für Elektromobilität in der gesamten Stadt Hamburg. Gefördert wird das ELBE-Projekt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

    oben: Franziska Becker, Mitglied im Mobilitätsausschuss, an einer E-Ladesäule (Foto: Friederike Röhreke)

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