Montag, 21. September 2020
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    Hamburgs schönes neues Stadion am Rothenbaum

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    Gestern haben Senator Andy Grote,  Mäzen Alexander Otto, DTB-Vize Hans-Wolfgang Kende und der Club an der Alster-Vorsitzende Dr. Carsten Lütten die modernisierte Tennisanlage am Hamburger Rothenbaum der Öffentlichkeit präsentiert. Die Hamburg European Open 2020 (19.-27.09.) können kommen!

    Das Gesamtbauvolumen der Modernisierung beträgt knapp zehn Millionen Euro. Die Freie und Hansestadt Hamburg beteiligt sich mit einer Million Euro an der Dachsanierung und der DTB mit seiner Wirtschaftstochter DTB Stadion und Marketing GmbH ebenfalls mit rund einer Million Euro. Den umfänglichen Restbetrag trägt Unternehmer und Mäzen Alexander Otto, der sich persönlich und mit seiner Sportstiftung in das Modernisierungsprojekt eingebracht und mit seinem Unternehmen ECE die Projektsteuerung und Designplanung übernommen hat.

    Sportsenator Andy Grote, Unternehmer und Mäzen Alexander Otto, DTB-Vizepräsident Hans-Wolfgang Kende und der Club an der Alster-Vorsitzende Dr. Carsten Lütten (v.l.) © ECE

    Die Modernisierungsmaßnahmen umfassten:

    Eingangsplaza: Der Eingangsbereich zum Stadion wurde an der Hallerstraße neu gestaltet. Entstanden ist eine großzügige und freundliche Eingangssituation mit einem neuen Kassen- und Informationshäuschen. Die bestehenden Bäume im nördlichen Bereich vor dem Stadion wurden eingefasst und der Bodenbelag durch einen modernen ausgetauscht. Bänke und Grüngestaltungen erhöhen die Aufenthaltsqualität.

    Besuchertribünen: Alle Zuschauersitze wurden gegen moderne ausgetauscht. Dabei erhielten die Sitze eine Farbgestaltung in Pixeloptik, die nicht nur emotionalisiert, sondern auch der besseren Orientierung im Stadion dient. Jede Tribüne wurde mit den Zugängen in einer eigenen Farbe gestaltet. Nach dem Umbau beträgt die Kapazität rund 10.000 Zuschauerplätze. Die Zahl der Plätze für Rollstuhlfahrer/innen wurde auf bis zu 30 und die für seheingeschränkte Menschen auf bis zu 100 erhöht.

    So war es … © DTB

    … so ist es, nach der Modernisierung. © ECE/Andreas Meichsner

    Walk of Champions: Hinter dem südlichen Tribünenbereich hat das Tennisstadion einen „Walk of Champions“ erhalten (Einst hingen hier die gezeichneten Porträts der Sieger). Hier sind nicht nur Bilder von Turniersiegern zu sehen. Der Walk beinhaltet auch eine interaktive Ausstellung. Besucher können sich über QR-Codes an den Wänden auf eigens programmierten Internetseiten über frühere Turniersieger und die Turniergeschichte informieren. Durch einen neuen und frischen Look lädt der Raum zum Verweilen und Entdecken ein.

    Wo einst die gezeichneten Sieger*innen hingen, gibt es jetzt Dank moderner Technik einen virtuellen „Walk of Champions. Fazit: sehr gelungen. © ECE/Andreas Meichsner

    Dachmembran: Die innere und äußere Dachmembran wurde komplett erneuert und die Motorentechnik saniert.

    Fassade: Die Fassaden wurden mit einem neuen und zeitgemäßen Anstrich versehen, der alte Sonnenschutz der Fensteranlagen ausgetauscht.

    Öffentliche WC-Anlagen: Alle öffentlichen WC-Anlagen im Stadion wurden saniert und modernisiert. Dazu zählt eine identitätsstiftende Gestaltung im „Hamburg-Look“.

    Beschilderungssystem: Das Rothenbaum-Gelände hat eine neue, übersichtliche Beschilderung für eine bessere Orientierung erhalten. Die farbig unterschiedliche Gestaltung von Wand- und Bodenflächen in Verbindung mit plakativen Tribünenbezeichnungen hilft bei der Orientierung auf dem Gelände und Auffinden der Zuschauerplätze.

    Nebenplätze M1/M2: Die Holzsitzbänke der während des Tennisturniers genutzten Nebenplätze M1/M2 wurden in Teilen saniert.

    Spielerbereiche: Die Spielerbereiche wurden umfassend saniert und modernisiert. Das umfasst die Umkleiden, Duschen und Playerslounge. Der Charme der 80er-Jahre  (um es positiv auszudrücken) – Alexander Otto sagte bei der Eröffnung, „Jeder Sportverein in Hamburg hat modernere Umkleideräume“ – folgt nun die Moderne! Wie die Vorher-Nachher-Betrachtung verdeutlicht.

    So war es … © DTB

    … so ist es, nach der Modernisierung. © ECE/Andreas Meichsner

    Das sagen die vier Partner, die mit der Modernisierung das Ziel verbinden, dass das Tennisturnier langfristig am Rothenbaum stattfindet und hier auch weitere Beachvolleyball-Events ausgetragen werden können. Die Familie Reichel hat als aktueller Veranstalter zugesichert, das Tennisturnier in der laufenden Vertragszeit am Rothenbaum zu veranstalten.

    Andy Grote, Sportsenator Freie und Hansestadt Hamburg: „Das Herz des deutschen Tennissports schlägt am Hamburger Rothenbaum. Heute feiern wir den ersten Aufschlag im frisch sanierten Stadion. Das ist ein starkes Signal des Aufbruchs, das zeigt: Es geht wieder los mit dem internationalen Wettkampfsport in der Active City! Ich freue mich ganz besonders auf die bevorstehende Premiere beim einzigen deutschen ATP-Turnier in
    Hamburg, wenn wir das Stadion einer größeren Zahl von Hamburgerinnen und Hamburgern präsentieren können.“

    Alexander Otto, Unternehmer und Mäzen: „Ich bin von dem Ergebnis begeistert. Das Stadion ist rundum erneuert und mit seinem jetzt internationalen, modernen Look erfährt die Marke ´Rothenbaum` eine Neupositionierung. Toll, was wir hier partnerschaftlich geschaffen haben. Das wird Spieler und Besucher gleichermaßen ansprechen und zum Kommen und Bleiben einladen. Mit den Hamburg European Open haben wir gleich den richtigen Rahmen für die Stadioneröffnung.“

    Hat mit einer Spende über 8 Millionen Euro den größten Anteil daran, dass das Tennisstadion am Rothenbaum in neuem Glanz erstrahlt: der ambitionierte Tennisspieler – spielt beim Klipper THC – und Mäzen Alexander Otto, der bei der offiziellen Präsentation des Center Courts ein paar Bälle mit den drei anderen Projektpartnern schlug. © Kai Wehl

    Hans-Wolfgang Kende, Vizepräsident Deutscher Tennis Bund: „Mit der Modernisierung des Stadions wurde ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des Hamburger Rothenbaums gesetzt. Die gesamte Anlage mit ihrem ästhetisch äußerst ansprechenden Design und ihrer modernen Funktionalität erstrahlt in neuem Glanz und ist für die Zukunft bestens gerüstet, so dass auch weiterhin Weltklasse-Tennis am Rothenbaum gespielt werden und die Tradition dieses einzigartigen Turniers weiterleben kann. Die heutige Eröffnung ist daher insbesondere auch ein großartiges Ereignis für den internationalen Tennissport und den Deutschen Tennis Bund, der hier seinen Sitz hat.“

    Dr. Carsten Lütten, 1. Vorsitzender Der Club an der Alster: „Wer hätte in den letzten Jahren gedacht, dass der ‚Rothenbaum‘ einmal so fantastisch dastehen würde wie jetzt. Das neue Stadion ist ein Highlight der Hamburger Sportstätten. Was Alexander Otto hier möglich gemacht hat, ist ein absoluter Traum und es gebührt ihm nochmals größter Dank. Der Club an der Alster ist froh mit seinen zeitgleich durchgeführten Investitions- und Instandsetzungsprogramm das Gesamtbild der Rothenbaumanlage so positiv mitgestalten zu können. Nicht zu vergessen ist aber auch der Beitrag der Stadt und des DTB. Was wir gemeinsam bewegt haben, ist wieder ein Beweis, was Teamwork alles bewirken und bewegen kann. Die Hamburg European Open 2020 werden unserer Premiere einen fantastischen Rahmen bieten.“

    Das sagen Tennisgrößen:
    Stefanie Graf, sechsmalige Rothenbaum-Siegerin: „Es freut mich sehr, dass die Rothenbaum-Anlage dank der großartigen Förderung von Alexander Otto und seiner Sportstiftung weiterhin eine wichtige Sportstätte für die Stadt Hamburg bleibt. Die Turniere am Rothenbaum waren für die Spieler sowie für die Zuschauer über viele Jahre immer feste Termine im Turnierkalender und wurden in meiner Karriere zu wichtigen Meilensteinen. Dank der Turniere ist Hamburg für mich ein wichtiges Standbein geworden und noch heute bin ich der Stadt auch durch meine Stiftung eng verbunden. Ich danke Alexander Otto und allen Beteiligten, die diese Sanierung ermöglicht haben und freue mich, dass viele Tennisfreunde in diesem wunderschönen Stadion wieder spannende Spiele erleben können!“

    Sind nebeneinander im neu gestalteten „Walk of Champions“ zu sehen: Steffi Graf und Michael Stich, die letzte beiden deutschen Sieger bei den Damen und Herren. © Kai Wehl

    Michael Stich, Rothenbaum-Sieger 1993: „Jetzt ist es so weit! Der neue Centercourt wird eröffnet und er wird sicherlich ein absoluter Traum sein! Ich finde toll, dass sich Alexander Otto so grandios engagiert und den Spielern in der Zukunft die Chance gibt, ein komplett neues Spielgefühl zu erleben. Und natürlich den Zuschauern, die sich darüber genauso freuen werden. Mein Herz wird immer am Rothenbaum hängen und wird immer ein Teil des Rothenbaums bleiben.“
    Boris Becker, Rothenbaum-Finalist 1990: „Auch ich freue mich natürlich, dass der Rothenbaum endlich renoviert wurde. Ich habe viele Erinnerungen an den Rothenbaum. Die meisten waren auch ziemlich gut. Naja, über die eine oder andere Niederlage reden wir nicht. Wir sind im Jahr 2020, ich freue mich, dass der Rothenbaum wieder in altem Glanz leuchten wird.“
    Rafael Nadal, Rothenbaum-Sieger 2008 und 2015: „Hamburg ist ein sehr wichtiges Turnier für mich. Ich habe zweimal den Titel gewonnen, ich habe dort unvergessliche Matches genossen. Ich erinnere mich an meinen ersten Sieg gegen meinen heutigen Coach und engen Freund Carlos Moya im Jahr 2003 und auch daran, dass in dem Finale 2007 gegen Roger [Federer] meine 81 Matches lange Siegesserie auf Sand gerissen ist. Ich weiß, dass Ihr einen neuen Center-Court baut und er großartig werden wird. Ich möchte Euch gratulieren und wünsche Euch das Beste.“

    Nadal beim Tennis auf Sand spielen zu sehen, ist ein Fest: 2008 und 2015 (Foto) siegte er am Rothenbaum. © Kai Wehl

    Martina Hingis, Rothenbaum-Siegerin 1998 und 2000: „Ich verbinde mit dem Stadion tolle Erinnerungen. Ich habe in Hamburg mit 15 Jahren im Doppel mein erstes WTA-Finale überhaupt gespielt, und ich durfte gleich den Turniersieg feiern. Meine zwei Einzeltitel, die ich dort gewinnen konnte, werden immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben. Auf ein baldiges Wiedersehen! Ich hoffe, dass ich eine Einladung bekomme.“
    Kim Clijsters, Rothenbaum-Siegerin 2002: „Für mich als junges Mädchen war es ein unglaubliches Gefühl, in so einem großen, überdachten Stadion zu spielen. Es war überwältigend, aber ein sehr einzigartiges Gefühl. Und es war aufregend, die letzte Spielerin gewesen zu sein, die das Damenturnier gewinnen konnte. Ich hoffe, dass ich mir das neue Stadion bald persönlich ansehen kann.“

    Siegte als letzte Frau am Rothenbaum: Kim Clijsters. Im Finale des Betty Barclay Cups 2002 schlug die Belgierin die Weltklassespielerin Venus Williams mit 1–6, 6–3, 6–4. © Kai Wehl

    Henri Leconte, Rothenbaum-Sieger 1986: „Das Hamburger Turnier ist ganz sicher eines der besten Turniere überhaupt, weil ich dort in Deutschland einen Titel gewonnen habe und weil ich dort Boris Becker besiegen konnte. Ich habe gehört, dass das Stadion erneuert wurde, und ich wäre sehr dankbar, wenn ich zurückkehren könnte, um das mit Euch allen zu feiern.“
    Tommy Haas, Rothenbaum-Finalist 2012: „Ich kann es kaum erwarten, selber bald wieder vorbeizuschauen, um mir das neu eröffnete Stadion anzusehen. Ich durfte schon als Sieben-, Achtjähriger vorbeischauen und die Profis von damals live vor der Haustür erleben. Ich hätte liebend gern das Turnier einmal gewonnen. Es hat einmal nur bis ins Finale gereicht. Aber ich habe viele super schöne Erinnerungen.“

     

    Hamburg European Open 2020

    Die Bewährungsprobe für die modernisierte Anlage gibt es schon in 14 Tagen beim einzigen ATP-Turnier des Jahres.  Die Hamburger Tennisfans dürfen sich auf eine erstklassige Besetzung freuen. Auf der offiziellen Meldeliste der ATP sind insgesamt fünf Top-Ten-Spieler zu finden (vielleicht kommt der eine oder andere Top-Spieler noich dazu). Angeführt wird die „Entry List“ von dem auf Weltranglistenplatz fünf geführten US-Open-Finalisten Daniil Medvedev aus Russland und dem Sieger der ATP-Finals in London, Stefanos Tsitsipas (Griechenland/ATP 6). Als weitere Top-Ten-Spieler haben die Nummer acht, der Italiener Matteo Berrettini, der Weltranglisten-Neunte, Gael Monfils aus Frankreich, und der Belgier David Goffin, die Nummer zehn der Tenniswelt, für das Sandplatz-Turnier der ATP-500er-Serie gemeldet. Aus deutscher Sicht das Highlight: Jan-Lennard Struff, aktuell die deutsche Nr. 2.  Die 114. Auflage der Traditionsveranstaltung am Hamburger Rothebaum findet in diesem Jahr vom 19. bis 27. September in der Vorwoche der French Open statt.

    HIER gibt es alle Infos zum Turnier!
    3 Fragen an Turnierdirektorin Sandra Reichel:

    Turnierdirektorin Sandra Reichel (Foto aus dem vergangenen Jahr). © Kai Wehl

    Alster-Aktuell: Bitte geben Sie doch mal ein Statement zu dem Turnier in Corona-Zeiten.
    Sandra Reichel: Das ist natürlich eine große Herausforderung, aber wir sind sehr froh, dass wir den Zuschlag erhalten haben, direkt vor den French Open das Turnier in Hamburg durchführen dürfen. Vor allem mit dem modernisierten Stadion, das natürlich einzigartig ist. Wir freuen uns sehr, aber es muss klar sein, dass Sicherheit und Gesundheit an erster Stelle stehen müssen und diesbezüglich haben wir ein sehr strenges Hygiene-Konzept ausgearbeitet, damit wir safe sind und trotzdem tollen Sport am Rothenbaum sehen können.

    Bei den US-Open sind die Spieler ja gerade sehr unzufrieden mit der Informationspolitik der Organisatoren was den positiv getesteten Benoit Paire angeht. Das ist sicherlich ein Beispiel, wie es nicht laufen sollte. Wir sehen bei Ihnen die Konzepte aus, falls ein Spieler positiv auf Corona getestet wird?
    Ich habe sofort mit der ATP gesprochen und bei uns in Hamburg wird die Kommunikation total offen und transparent sein. Natürlich müssen die Spieler zuerst informiert werden. Man darf natürlich nicht vergessen, dass es für alle eine Zeit ist, auf die man nicht 100 Prozent vorbereitet sein kann, aber jeder gibt sein Bestes. Wir haben ein gutes Turnierteam um Dr.  Carrero und haben extra einen Experten vom IFI-Institut engagiert, den Prof. Dr. Plettenberg. Wir sind mit unserem Team und unserem strengen Hygienekonzept wirklich sehr gut aufgestellt und sollte ein Fall auftreten, werden wir sofort unsere Task-Force zusammenbringen und nötige Maßnahmen einleiten.

    Fünf Top-Ten-Spieler sind gemeldet. Gibt es noch einen Top-Spieler, an dessen Kommen Sie gerade arbeiten?
    Im Moment arbeiten wir nur an der Organisation des Turniers. Natürlich werde ich oft gefragt, ob noch ein Top-Spieler kommt und wer es ist. Meine Antwort ist dann immer, wir sind froh in dieser Zeit ein Turnier austragen zu können, eines der wenigen ATP-Turniere weltweit und das einzige in Deutschland. Wir werden hier großen Sport mit Top-Spielern sehen. Wer dann noch zusätzlich kommt, sollte nicht erstrangig sein.

    Wir wünschen viel Erfolg!

    Aufmacherfoto: Stadion am Rothenbaum in neuem Glanz. © ECE/Andreas Meichsner

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