Mittwoch, 28. September 2022
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    StartPeople"Design muss erlebbar sein!"

    „Design muss erlebbar sein!“

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    designxport, Hamburgs Förderinitiative für die Designwirtschaft, hat eine neue Chefin: Frances Uckermann,  Wir befragten die vielfach ausgezeichnete Kreativ-Direktorin zu gutem Design, visueller Kommunikation und dem Zustand der Hamburger Design-Branche.

    Alster Aktuell: Was macht für Sie gutes Design aus?

    Frances Uckermann: Gutes Design bedeutet für mich: Lösung konkreter Probleme; ganzheitliches Denken, was Materialien und Entsorgung anbelangt; Klarheit und Schönheit.

    Wie war Ihr persönlicher Weg zur visuellen Kommunikation?

    Visuelle Kommunikation, also die Vermittlung von Gedanken, Informationen und Ideen durch Bilder, Sprache, Zeichen, hat mich schon immer fasziniert, weil sie so viele Herangehensweisen und Einflüsse zusammenbringt: Medien, Kunst, Grafik, Text, Fotografie. Diese Bereiche spiegeln sich auch in meinem beruflichen Weg – Studium der Freien Kunst und Visuellen Kommunikation in Kassel und ein längerer Aufenthalt in New York. Als Art Direktorin war ich im Bereich Editorial Design bei vielen großen deutschen Verlagen tätig, zuletzt als Kreativdirektorin des Magazins Stern – und jetzt habe ich die Möglichkeit, meine Erfahrungen in diesem Bereich mit den vielen anderen Designdisziplinen zu verbinden, von der Mode bis zum Produktdesign. Darauf freue ich mich sehr.

    designxport will die Designwirtschaft Hamburgs stärken. Woran fehlt es ihr aktuell? 

    Auf jeden Fall nicht an Qualität und Talent. Höchstens an Sichtbarkeit. Wir wollen noch intensiver an der Vernetzung der Hamburger Designszene mit Hochschulen, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik arbeiten und zeigen, wie wichtig Design in all diesen Bereichen schon ist und noch werden kann. Design ist die Schlüsselkompetenz, um den großen Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen. Ohne Designkompetenz lässt sich weder eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft gestalten, noch werden wir richtig gute Lösungen finden, wie wir das öffentliche Leben in Zeiten von Corona meistern können.

     Wie würden Sie generell den Zustand von Hamburgs Kreativwirtschaft beurteilen?

    In Hamburg leben und arbeiten rund 12.000 Designerinnen und Designer. Die Designbranche ist einer der vier umsatzstärksten Teilmärkte der Kreativwirtschaft. Aber wegen der Corona-Krise stehen viele Akteure der Kreativbranche derzeit vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen. Designerinnen und Designern sind Aufträge weggebrochen, und insbesondere die Solo-Selbständigen haben sehr zu kämpfen. Da suchen wir gemeinsam mit der Stadt und Unternehmen nach guten Lösungen, um diese Schlüsselqualifikationen für den Erfolg Hamburgs auch in Zukunft zu erhalten.

     Was erwartet die Hamburger in der nächsten Zeit in den Ausstellungsräumen des Designzentrums in der Hafencity?

    Mein Start bei designxport steht natürlich ebenfalls im Zeichen der Corona-Krise, denn Veranstaltungen und Ausstellungen sind nur eingeschränkt möglich. Trotzdem soll designxport natürlich auch weiterhin das Zentrum für alle Aktivitäten rund und das Thema Design sein, ein Ort der Begegnung von Design, Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Mit Diskussionsveranstaltungen, Vorträgen, Ausstellungen und Workshops. Dieser wunderbare Raum mit prominenter Lage in der Hafencity ist prädestiniert dafür, sich für ein möglichst breites Publikum zu öffnen, denn: Design muss erlebbar sein!

    Mehr Informationen zur Tätigkeit von designxport gibt es auf der Website!

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