Freitag, 12. August 2022
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    Das Jahr des Mondes 2020

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    In der Astrologie begann im März das Jahr des Mondes. Ein Jahr, das als besonders unkontrollierbar gilt, viele Veränderungen hervorruft und besonders die Familie in den Mittelpunkt rücken soll. Wir haben uns die wissenschaftliche Expertenmeinung von Prof. Thomas W. Kraupe, Direktor des Planetarium Hamburg, eingeholt, um dem Mysterium „Mond“ tiefer auf den Grund zu gehen.

    Schlafstörung, Hektik, Nervosität – Beeinflusst der Mond den Menschen?

    Die Verbindung zwischen Jupiter und Saturn leitet 2020 einen neuen 20-jährigen Zyklus ein, der sich auf viele Sternzeichen stark auswirken soll. Für Astrologen ist das aktuelle „Jahr des Mondes“ außergewöhnlich und sorgt für Unruhe, Veränderungen und Kontrollverlust. Die Wichtigkeit der Familie, sowie Häuslichkeit und innere Zufriedenheit sollen in dieser Zeit wieder vermehrt in den Vordergrund rücken und einen Wertewandel bewirken.
    Während generell viele Personen sich vom Mond und dessen Mondphasen beeinflusst fühlen und beispielsweise bei Vollmond unter schlechterem Schlaf, Unruhen, etc. leiden, hat der Mond in der Astronomie eine andere Bedeutung.
    Wir haben uns mit Prof. Thomas W. Kraupe, Direktor des Planetarium Hamburg, unterhalten und seine Meinung zum „Mondjahr 2020“ eingeholt.

    Prof. Thomas W. Kraupe, Direktor des Planetarium Hamburg, ist Experte in der Astronomie. Foto: Wolfgang Köhler

    Alster Aktuell: Astrologisch betrachtet ist seit März das Jahr des Mondes. Wie sieht es in der Astronomie aus?
    Prof. Kraupe: Im Jahr passieren vielen Dinge, wir rufen daher in der Astronomie kein Jahr aus. Uns Astronomen interessieren die Dinge weit draußen. Woher wir kommen, wohin wir gehen und der Ursprung des Planeten Erde. Uns geht es nicht darum, irgendwelche Jahrestage auszurufen.

    Wie wirkt sich der Mond denn auf die Erde aus?
    Der Mond hat keine Auswirkung auf jeden Einzelnen, sondern wirkt sich generell aus. Ohne den Mond gäbe es uns gar nicht, die Erde würde viel schneller rutieren, die Erdachse wäre nicht stabil bzw. die Neigung der Erdachse würde sich unregelmäßig verändern. Wir verdanken dem Mond sehr viel. Er ist der einzige Himmelskörper auf dem man mit dem bloßen Auge Oberflächendetails erkennen kann. Der Mond ist eine Herausforderung für den Menschen und natürlich auch für die Wissenschaft, ohne ihn und unsere Neugier ihn zu erkunden, gäbe es wahrscheinlich gar keine Weltraumfahrt.

    Aber wie ist der Einfluss insgesamt auf das Leben und die Entwicklung?
    Der Mond beeinflusst Ebbe und Flut, aber nicht den Menschen selbst. Die künstlichen Lichtquellen sind viel stärker, als die des Mondes. Von daher ist es wissenschaftlich sehr gewagt zu sagen, dass sich das Mondlicht auf uns auswirkt. Die meisten Einflüsse schaffen wir durch unsere Umwelt und durch Technik selbst. Die Gezeitenkräfte des Mondes wirken sich auf die Ozeane aus, aber jetzt nicht auf unser Inneres. Die Studien, die das Gegenteil behaupten, sind nicht reifizierbar. Das sind Ein-Mal-Effekte. Ich lade jeden dazu ein, sich vom Mondlicht und vom Himmel gernell inspirieren zu lassen.

    Also lassen sich viele Menschen eher negativ vom Mond leiten?
    Lassen Sie sich doch mal positiv von diesem Himmelskörper inspirieren. Viele Personen neigen dazu, dem nächsten Voll- oder Neumond negativ entgegenzufiebern und statt sich darüber zu freuen, bereits Schlafstörungen zu beschwören. Viele suchen ja förmlich nach eine Anhaltspunkt, wissenschaftlich ist eine negative Wirkung des Mondes aber nicht haltbar. Es wurden großflächige Untersuchungen dazu gemacht, die dies nicht belegten.

    Der nächste Vollmond ist übrigens am 2. September, der nächste Neumond bereits am 19. August.

     

     

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